Macht nix hatte gerade eine wilde Hatz hinter sich – Herrchen begegnete ihm dann meist erst wieder auf dem Rückweg – , über die Stadtparkwiese, am Bach entlang, quer durch die Schrebergärten, über das angrenzende Stoppelfeld; immer diese Witterung in der Nase, mal stärker, mal schwächer.
Hörst du nicht lag neben der Parkbank am Rand der Stadtparkwiese in der Nachmittagssonne und döste. Sein Herrchen sonnte sich ein wenig. Hörst du nicht bekam einen schwachen Geruch in die Nase, der aber reichte, ihn schlagartig hellwach zu machen.
Mach schön kam langsam angetrottet, diesen Baum erkennend, jenen Papierkorbhalter begutachtend. Frauchen führte ihn an der langen Rollleine. Plötzlich stieg ihm der Duft von Hörst du nicht in die Nase, im selben Moment war dieser schon über ihm. –
Macht nix hatte inzwischen die Spur verloren und kam in leichtem Hickelgalopp zurück Richtung Appartementhäuser am Stadtpark.
Hörst du nicht und Mach schön hatten sich mittlerweile zu einem staubigen Fell-Klumpen verknotet, um sie herum einige Zweibeiner in eine Art Eiertanz.
Macht nix bekam eine frische Witterung in die Nase. Das war mehr als ein Ersatz für die verlorene Spur. Heiß-erregt stürzte sich Macht nix in den Knäuel von Hörst-du-mach-nicht-schön. Schon hatte er ein Ohr im Fang, aber leider jemand ihn auch an der Lefze. Au tat das weh! Jetzt hatte er einen an der Kehle. Wer zog ihn da an den Hinterläufen weg? Eine blitzartige Wendung und Biss in weiches Männerbeinfleisch.

„Hörst du nicht“, brüllte einer.
„Der macht nix“, entschuldigte sich ein anderer.
„Mach schön“, flüsterte eine dritte.